🏆🦦 Otter beweisen Pokalreife – mit 33:24 souverän ins Achtelfinale!

Der HC Pleißental steht erneut im Achtelfinale des Sachsenpokals! Mit einem überzeugenden 33:24-Heimerfolg (18:15) gegen den Ligakonkurrenten SG Germania Zwenkau setzen die Otter ihren positiven Aufwärtstrend fort und feiern den zweiten Heimsieg in Folge. Nach einer zunächst umkämpften Begegnung sorgte eine starke Schlussphase für klare Verhältnisse im Otterbau.

Otter finden nach temporeichem Beginn ihren Rhythmus

Die Gäste aus Zwenkau machten von Beginn an deutlich, dass sie die Reise nach Langenhessen nicht zum Zuschauen angetreten hatten. Mit hohem Tempo und schnellen Angriffen gelang es den Germanen zunächst mehrfach, Lücken in der sonst so stabilen Pleißentaler Defensive zu finden. Nach zehn Minuten stand dennoch eine 7:5-Führung für die Hausherren auf der Anzeigetafel.

Mit zunehmender Spieldauer fanden die Otter immer besser in die Begegnung. Die Abwehr stellte sich auf das Tempo der Gäste ein, unterband deren Positionsangriffe konsequenter und eroberte immer häufiger den Ball. Auch offensiv präsentierte sich der HCP deutlich verbessert. Das Zusammenspiel funktionierte, die Chancen wurden konsequenter herausgespielt und von nahezu allen Positionen ging Torgefahr aus.

Über 12:8 und 15:11 erarbeiteten sich die Pleißentaler zwischenzeitlich einen Vorsprung von vier Treffern. Möglichkeiten, diesen noch weiter auszubauen, blieben allerdings ungenutzt. Insbesondere von den Außenpositionen ließ man einige gute Gelegenheiten liegen, was Zwenkau immer wieder zu schnellen Gegenangriffen und Treffern aus der zweiten Welle einlud.

Dennoch war die offensive Ausbeute mit 18 Toren in den ersten 30 Minuten ein deutlicher Fortschritt gegenüber den vergangenen Partien. Mit einer verdienten 18:15-Führung ging es in die Kabinen.

Zwenkau drückt – doch die Otter bleiben vorne

Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gäste den besseren Start. Zwenkau erhöhte erneut das Tempo und verkürzte den Rückstand innerhalb weniger Minuten auf 20:19.

Die Begegnung drohte zu kippen, doch anders als in manch früherem Saisonspiel bewahrten die Otter die Ruhe. Zwar kamen die Gäste mehrfach bis auf einen Treffer heran, der Ausgleich oder gar eine eigene Führung gelang ihnen jedoch nicht.

Die Pleißentaler hielten dagegen, vertrauten weiterhin auf ihr Angriffsspiel und blieben auch defensiv aufmerksam. Besonders bemerkenswert war dabei erneut die mannschaftliche Geschlossenheit. Egal, wer von der Bank auf die Platte kam, das spielerische Niveau blieb konstant hoch. Ein Leistungsabfall durch Wechsel war praktisch nicht zu erkennen.

Ein 6:1-Lauf bringt die Entscheidung

Beim Stand von 22:21 in der 42. Minute war die Partie weiterhin völlig offen. Doch was anschließend folgte, war die wohl stärkste Phase der Otter an diesem Pokalabend.

Immer wieder gelang es der Pleißentaler Defensive, den Gästen den Ball bereits im Spielaufbau abzunehmen. Aus den Ballgewinnen entwickelten sich schnelle Gegenstöße, die konsequent abgeschlossen wurden. Die Otter erhöhten das Tempo, spielten sich regelrecht in einen Rausch und bauten ihren Vorsprung innerhalb weniger Minuten auf 28:22 aus.

Auch eine Auszeit des Zwenkauer Trainerteams konnte diesen Lauf nicht mehr stoppen. Die Hausherren blieben gierig auf den nächsten Ballgewinn und den nächsten Treffer.

Als sich die Gäste rund fünf Minuten vor Schluss durch eine doppelte Zeitstrafe zusätzlich schwächten, war die Vorentscheidung gefallen. Doch statt das Ergebnis nur noch zu verwalten, hielten die Otter das Tempo weiter hoch.

Über 31:23 und 33:23 erspielten sie sich schließlich einen Vorsprung von zehn Treffern, ehe Zwenkau noch zum 33:24-Endstand verkürzen konnte.

Kamil und Felix führen eine geschlossene Mannschaftsleistung an

Besonders erfolgreich präsentierte sich erneut Kamil Adamczewski. Mit sieben Treffern war er bester Pleißentaler Torschütze und überzeugte gerade in der Anfangsphase durch seine körperliche Präsenz und seinen konsequenten Zug zum Tor. Auch vom Siebenmeterstrich blieb er bei zwei Versuchen zweimal erfolgreich.

Einen regelrechten Sahnetag erwischte zudem Felix Heinrich. Mit sechs Treffern stellte er seine bisherige Saisonbestleistung auf und sorgte am Kreis immer wieder für wichtige Tore. Gleichzeitig entlastete er Franz Büttner auf dieser Position spürbar.

Doch die Stärke der Otter lag an diesem Abend keineswegs nur bei einzelnen Spielern. 13 der 14 eingesetzten Feldspieler konnten sich in die Torschützenliste eintragen. Von nahezu jeder Position strahlte der HCP Gefahr aus – ein eindrucksvoller Beleg für die zunehmende spielerische Geschlossenheit.

Auch Christian Popp wusste seine Einsatzzeit zu nutzen, überzeugte mit gelungenen Defensivaktionen und belohnte sich in der Schlussphase mit einem eigenen Treffer.

Zwischen den Pfosten teilten sich Philip Leschak und Tim Hujer die Spielzeit. Leschak stand 45 Minuten im Tor und parierte sechs von 25 Würfen. Hujer übernahm die letzten 15 Minuten und konnte zwei weitere Würfe entschärfen.

Zweiter Heimsieg in Folge – der Aufwärtstrend hält an

Nach dem emotionalen 24:23-Erfolg gegen Union Chemnitz bestätigen die Otter ihre aufsteigende Form nun auch im Sachsenpokal. Dabei ist der Erfolg gegen Zwenkau nicht nur wegen des Einzugs ins Achtelfinale wertvoll.

Mit der Germania wurde ein direkter Ligakonkurrent bezwungen, gegen den im weiteren Saisonverlauf ebenfalls wichtige Punkte auf dem Spiel stehen werden. Die Mannschaft zeigte erneut, dass sie über die notwendige Qualität, Breite und Geschlossenheit verfügt, um in der Verbandsliga erfolgreich zu bestehen.

Unterstützt wurde sie dabei von einer hervorragend gefüllten Heimhalle. Insgesamt 144 Zuschauer besuchten den Pokal-Heimspieltag und sorgten für eine starke Atmosphäre im Otterbau.

Mit dem Einzug ins Achtelfinale dürfen sich die Pleißentaler nun auf eine weitere Pokalpartie am 19. oder 20. Dezember freuen. Die Hoffnung auf ein erneutes Heimlos ist groß – und mit einem möglichen Gegner aus der Oberliga könnte eine besonders reizvolle Aufgabe warten. Ob die Drittligareserve des SV 04 Plauen-Oberlosa, der HC Glauchau/Meerane oder ein Derby gegen den HC Fraureuth: Vorausgesetzt, die jeweiligen Mannschaften meistern ihre Pokalaufgaben, wären interessante Begegnungen denkbar.

Bis dahin richtet sich der Blick jedoch wieder auf den Ligaalltag. Mit den Auswärtsspielen in Döbeln und anschließend beim Spitzenteam MoGoNo Leipzig warten zwei anspruchsvolle Aufgaben auf die Otter.

Die Marschroute ist klar: Den Schwung der beiden Heimsiege mitnehmen und endlich auch auswärts die eigene Leistungsfähigkeit über 60 Minuten auf die Platte bringen.

📊 Statistik

HC Pleißental – SG Germania Zwenkau 33:24 (18:15)

HC Pleißental: Hujer, Roith (3), Büttner (1), Hahn (2), Popp (1), Kretzschmar (4), Möckel (2), Pflug (1), Nowak (2), Leschak, Starke, Adamczewski (7/2), Gottwald, Böttger (3), Mittag (1), Heinrich (6).

SG Germania Zwenkau: Motyka, Meszaros-Sobottka (3), Ferchland (2), Block (5/5), Kröter (2), Künzel (2), Jahr, Fritsch, Bourdoux, Sperling, Bernstein, Levin (4), Thiel (1), Vogler, König (2), Vogler (3).

Siebenmeter: HCP 2/2 | Zwenkau 5/5
Zeitstrafen: HCP 4 | Zwenkau 6

Zuschauer: 144

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📝 - Maximilian Kropp
©️📸 - Philipp Knape

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