Der Saxomed-Spielbericht wird euch präsentiert von HMS Weißgerber ![]()
Die Männer des HC Pleißental erfüllen ihre Pflichtaufgabe im Heimspiel gegen den TSV Fortschritt Mittweida und gewinnen am Ende deutlich mit 32:23 (16:7). Bereits früh zeichnete sich ab, dass die Otter das Spielgeschehen kontrollieren wollten – auch wenn der Auftakt zunächst etwas holprig verlief.
🦦💥 Blitzstart mit kurzer Gegenwehr
Nach dem frühen 0:1 für die Gäste fanden die Mittweidaer bis zum 1:2 in der 4. Spielminute noch Anschluss. Doch dann schalteten die Otter spürbar einen Gang höher. Mit einem entschlossenen Zwischensprint setzten sie sich auf 7:3 ab und zwangen Gästecoach Jan Müller früh zur ersten Auszeit. Diese brachte jedoch keine Wende: Die Hausherren blieben tonangebend, dominierten Ballbesitz und Spielkontrolle und zogen bis zur Halbzeit konsequent auf 16:7 davon.
Ein größerer Rückstand der Gäste wurde dabei vor allem durch ihren Torhüter verhindert, der mit mehreren starken Paraden zahlreiche gut herausgespielte Chancen der Otter entschärfte.
🧱🧤 Starke Abwehr, aber schwankende Effizienz
Trotz der komfortablen Führung offenbarte sich einmal mehr ein bekanntes Thema im Spiel der Otter: die Wurfeffektivität. Ohne dem gegnerischen Keeper seine Leistung abzusprechen, fanden beinahe jeder zweite Abschluss nicht den Weg ins Tor – einige Würfe verfehlten sogar das Gehäuse deutlich.
Gegen ein Team aus dem Tabellenmittelfeld konnte dieser Umstand noch kompensiert werden, doch mit Blick auf die kommenden Aufgaben bleibt dies ein klarer Ansatzpunkt. Dass die Führung dennoch Bestand hatte, lag erneut an der stabilen Deckungsarbeit und der Torhüterleistung.
Philip Leschak parierte unter anderem einen Siebenmeter, Maximilian Kropp steuerte sechs Paraden in Halbzeit eins bei und sorgte gemeinsam mit der Abwehr dafür, dass die Fehlwürfe nicht direkt bestraft wurden.
🔄📉 Rotation bringt Brüche ins Spiel
Nach dem Seitenwechsel hielten die Otter zunächst ihr Tempo hoch und bauten den Vorsprung bis zur 44. Spielminute auf 26:13 aus. Spätestens zu diesem Zeitpunkt schien die Partie entschieden.
In der Folge nutzte Trainer Mario Möckel die komfortable Führung, um zu rotieren und mehreren Spielern zusätzliche Einsatzzeiten zu geben. Diese Phase brachte allerdings auch Unruhe ins Spiel. Fehlende Abstimmungen im Deckungsverbund und ein weiter sinkendes Angriffstempo ließen die Gäste wieder herankommen. Mittweida verkürzte bis auf 29:20, exakt auf die Differenz des Halbzeitstandes.
Kurz vor Schluss musste die erste Formation um John Kretzschmar und Marco Gottwald nochmals Verantwortung übernehmen, um Struktur, Ruhe und Aggressivität zurück auf die Platte zu bringen. Erst danach brachten die Otter die Partie sicher über die Zeit.
⚠️🧠 Pflichtsieg mit Warnsignal
Die 32 erzielten Tore lesen sich im Spielprotokoll solide – bei genauer Betrachtung hätten es jedoch deutlich mehr sein müssen. Ein Ergebnis jenseits der 40 Tore wäre bei besserer Chancenverwertung absolut realistisch gewesen.
So bleibt nach dem Schlusspfiff ein ambivalentes Gefühl: Der Pflichtsieg ist eingefahren, die zwei Punkte sind sicher, doch insbesondere die zweite Halbzeit (16:16) dient als klares Warnsignal. Spiele dürfen nicht zu früh verwaltet werden, wenn die Ziele ambitioniert bleiben sollen.
Nun geht es für die Otter in eine zweiwöchige Pause, ehe am 21.02. erneut der TSV Fortschritt Mittweida im Otterbau wartet – dann im Viertelfinale des Regionspokals. Als Titelverteidiger ist der Anspruch klar: Der Einzug ins Halbfinale.
Dafür wird es jedoch eine 100-prozentige mentale und physische Einstellung benötigen – über die gesamten 60 Minuten hinweg.
Für die Otter spielten:
Tor: Kropp (9 Paraden – 0/2 7m), Leschak (5 Paraden – 1/1 7m)
Feld: Büttner (2), Hahn, Berkmann (3), Popp (1), Kretzschmar (6), Möckel (5), Pflug (1), Nowak (7), Kreß, Langnickel, Adamczewski (3), Gottwald (2 – 2/2 7m), Mittag, Mai (2)
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📝 – Maximilian Kropp
- All