Licht und Schatten bei unseren Jungottern 🦦

Während unsere E-Jugend über den ersten Saisonsieg jubeln durfte, blieb die C-Jugend gegen den ZHC Grubenlampe II deutlich unter ihren Möglichkeiten. Ein Wochenende voller Emotionen, wichtiger Erfahrungen und neuer Aufgaben für unsere Otter-Akademie.

Jungotter bleiben deutlich unter ihren Möglichkeiten

Nach dem mutigen Saisonauftakt gegen Fraureuth und der deutlichen Niederlage in Lichtentanne wollten die Jungotter gegen die zweite Mannschaft des ZHC Grubenlampe den nächsten Entwicklungsschritt machen und um die ersten Punkte der Saison kämpfen. Stattdessen stand nach 50 Minuten eine verdiente 10:22-Niederlage auf der Anzeigetafel. Vor allem die zweite Halbzeit offenbarte dabei deutliche Defizite, die es in den kommenden Wochen aufzuarbeiten gilt.

Schon die ersten Minuten ließen erahnen, dass es an diesem Nachmittag schwierig werden könnte. Einige Spieler wirkten orientierungslos, Zuordnungen in Angriff und Abwehr stimmten nicht und bereits nach gut sechs Minuten sah sich das Trainerteam beim Stand von 1:2 zur ersten Auszeit gezwungen.

Während offensiv kaum etwas zusammenlief, hielten eine zunächst gut funktionierende 3:2:1-Abwehr und vor allem ein überragender Jayden die Otter im Spiel. Der Pleißentaler Schlussmann erwischte einen starken Nachmittag und verhinderte mit zahlreichen Paraden einen deutlich früheren Rückstand.

Auf der Gegenseite fehlte dagegen nahezu alles, was sich die Mannschaft in den vergangenen Wochen erarbeitet hatte. Die Bälle wurden zu häufig ohne Druck parallel durch den Rückraum gespielt, Eins-gegen-eins-Situationen nicht konsequent angenommen und vorhandene Lücken kaum attackiert. Hinzu kamen Fehlpässe und technische Fehler. Selbst das Herausspielen klarer Torchancen wurde dadurch zur schwierigen Aufgabe.

Dass es auch anders ging, zeigte eine kurze Phase vor der Pause. Taim brachte Bewegung und Druck in das Angriffsspiel, die Jungotter fanden plötzlich bessere Lösungen und gingen durch Timo sogar mit 4:3 in Führung. Bis zur Halbzeit blieb die Partie vollkommen offen. Beim Stand von lediglich 6:7 ging es in die Kabinen.

Die Vorgabe für den zweiten Durchgang war entsprechend eindeutig: weitere 25 Minuten konzentriert verteidigen, endlich mutiger und druckvoller nach vorne spielen und sich damit die Chance auf die ersten beiden Saisonpunkte erarbeiten.

Zunächst schien die Mannschaft zumindest dagegenzuhalten. Aus einem 6:9 machten Jannes und Timo ein 8:9, wenig später verkürzte Timo per Siebenmeter auf 9:10. Nach gut 30 Minuten war weiterhin alles möglich.

Dann bricht das Spiel komplett auseinander

Was anschließend folgte, war allerdings der bisherige Tiefpunkt der noch jungen Saison.

Aus dem 9:10 wurde ein 9:18. Mehr als zwölf Minuten blieb Pleißental ohne eigenen Treffer. Erst Jaro beendete beim 10:18 die lange Torflaute – es sollte gleichzeitig das letzte Pleißentaler Tor des Spiels bleiben. Damit gelang den Jungottern in den letzten knapp 20 Minuten der Partie lediglich ein einziger Treffer.

Dabei scheiterte es nicht allein an der Chancenverwertung. Die Mannschaft schaffte es phasenweise kaum noch, überhaupt gefährlich vor das gegnerische Tor zu kommen. Fehlpässe, technische Fehler und fehlende Bewegung bestimmten das Angriffsspiel. Immer wieder lief der Ball ohne jeglichen Zug zum Tor quer durch den Rückraum. Selbst bei angezeigtem Zeitspiel gelang es teilweise nicht, innerhalb der verbleibenden Pässe einen Torabschluss zu erzwingen.

Auch die einfachsten Abläufe funktionierten plötzlich nicht mehr. Sinnbildlich dafür stand eine Szene nach einer weiteren Parade von Jayden: Statt den freien Ball aufzunehmen und das Spiel nach vorne zu eröffnen, wurde dieser zurück in Richtung des eigenen Torhüters gespielt. Aus der völlig unübersichtlichen Situation landete der Ball schließlich sogar im eigenen Tor.

Jayden selbst traf dabei keinerlei Schuld. Im Gegenteil: Er war an diesem Nachmittag der große Lichtblick der Mannschaft und verhinderte mit seiner Leistung zwischen den Pfosten ein noch deutlicheres Ergebnis.

Auch die dritte Auszeit beim Stand von 9:14 brachte keine nachhaltige Veränderung mehr. Laufwege, Spielzüge und die immer wieder geforderte Bewegung in die Tiefe erreichten an diesem Nachmittag nicht mehr die Platte.

Das ist umso enttäuschender, weil der Gegner an diesem Tag weder körperlich noch konditionell außer Reichweite lag. Vielmehr boten auch die Gäste durch eigene technische Fehler Möglichkeiten an. Möglichkeiten, die die Jungotter nicht zu nutzen wussten.

Eine Leistung, die aufgearbeitet werden muss

Nach der Partie gab es deshalb nichts schönzureden. Die Mannschaft blieb deutlich hinter dem zurück, was sie bereits gezeigt hat und was das Trainerteam inzwischen von ihr erwarten darf. Die zweite Halbzeit war in dieser Form ein klarer Rückschritt.

Die Verantwortung dafür liegt allerdings nicht ausschließlich bei den Spielern. Auch das Trainerteam um Magnus und Maximilian wird den Auftritt kritisch analysieren und hinterfragen, welche Veränderungen notwendig sind. Bereits am Montag folgte eine gemeinsame Auswertung der Trainer, am Mittwoch wird die Partie ausführlich mit der Mannschaft aufgearbeitet.

Die Konsequenzen werden sich auch im Trainings- und Spielbetrieb bemerkbar machen. Während bislang möglichst vielen Spielern umfangreiche Einsatzzeiten ermöglicht werden sollten, sollen zukünftig Trainingsbeteiligung, Trainingsleistung und die individuelle Leistung stärker über Rollen und Spielanteile entscheiden.

Denn Entwicklung bedeutet nicht, jede Woche automatisch einen Schritt nach vorne zu machen. Rückschläge gehören gerade im Jugendhandball dazu. Entscheidend wird sein, wie die Mannschaft darauf reagiert.

Dass diese Mannschaft deutlich mehr kann, hat sie bereits bewiesen. Jetzt liegt es an jedem Einzelnen, dies auch wieder auf der Platte zu zeigen.

HC Pleißental – ZHC Grubenlampe II 10:22 (6:7)

HC Pleißental: Jayden, Till – Timo (5/1), Paul (2), Taim (1), Jaro (1), Jannes (1), Anton F., Jonas, Noah, Martin, Max, Anton W.
Zeitstrafen: Jonas, Anton F.
Zuschauer: 45

🦦 Erster Saisonsieg und eine echte Lehrstunde für unsere E-Jugend

Ein Wochenende mit zwei völlig unterschiedlichen Gesichtern liegt hinter unseren jüngsten aktiven Ottern. Beim zweiten Turniertag der Saison durfte unsere E-Jugend zunächst über ihren ersten Saisonsieg jubeln, ehe im zweiten Spiel gegen eine sehr starke Mannschaft aus Plauen die Trauben deutlich höher hingen.

Gegen den HC Annaberg-Buchholz erwischten unsere Jungotter einen richtig guten Start und erspielten sich zunächst eine 6:3-Führung. Doch Annaberg ließ sich davon nicht beeindrucken, drehte die Partie zwischenzeitlich auf 6:8 und lieferte sich mit unseren Jungs ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen. Noch vor der Pause fanden die Otter wieder die passenden Lösungen und gingen mit einer 10:8-Führung in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel nahm das Spiel unserer Jungs dann richtig Fahrt auf. Die Laufwege funktionierten, das Tempo wurde erhöht und immer wieder liefen die Jungotter ihren Gegenspielern davon. Angetrieben von Tempomacher Arne und unterstützt durch das Zusammenspiel unter anderem mit Alessio und Mateo setzte sich der HCP bis auf 18:13 ab. Annaberg kämpfte sich in der Schlussphase noch einmal heran, doch unsere Jungs behielten die Nerven und brachten den 20:18-Erfolg über die Zeit. Die Freude über die ersten beiden Punkte der Saison war entsprechend riesig! 💙🦦

Im zweiten Spiel wartete mit der NSG SV04/HCE Plauen allerdings eine ganz andere Herausforderung. Gegen eine Mannschaft, die in einem durchgängigen Jahrgang bereits seit mehreren Jahren zusammenspielt, waren die Unterschiede von Beginn an deutlich zu erkennen. Die Plauener waren unseren Jungottern in nahezu allen Bereichen voraus und sorgten bereits zur Halbzeit beim 1:19 für klare Verhältnisse.

Trotzdem steckten unsere Jungs die Köpfe nicht in den Sand. Im zweiten Durchgang gelang es besser, selbst Tempo aufzunehmen und in kleinen Ansätzen das schnelle Spiel des Gegners zu adaptieren. So belohnten sich die Otter offensiv noch häufiger und erzielten sieben weitere Treffer. Auch unsere beiden Torhüter Luca und Vinni stellten sich mutig der schwierigen Aufgabe und konnten sich mit einigen Paraden auszeichnen. Besonderen Respekt verdient Luca: Er entschied sich vor der Partie spontan für den Einsatz im Tor, obwohl er diese Position zuvor noch nicht einmal aktiv im Training gespielt hatte. Am deutlichen 8:39-Endstand änderte das zwar nichts, wohl aber daran, dass sich unsere Jungs trotz des Spielverlaufs mit erhobenem Haupt von der Platte verabschiedeten.

Am Ende soll deshalb vor allem eines von diesem Turniertag hängen bleiben: der erste Saisonsieg! 🥳 Gegen Mannschaften wie Plauen hängen die Lorbeeren für unsere junge Mannschaft aktuell noch sehr hoch. Umso wichtiger ist es, sich von Spiel zu Spiel weiterzuentwickeln und gegen die Gegner, mit denen wir uns bereits auf Augenhöhe bewegen, die nächsten Erfolgserlebnisse einzufahren.

📊 Statistik

HC Pleißental 20:18 HC Annaberg-Buchholz
Arne 6 | Tom 5 | Mateo 4 | Alessio 2 | Luca 2 | Anton 1

HC Pleißental 8:39 NSG SV04/HCE Plauen
Arne 6 | Tom 2

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📝 Maximilian Kropp

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