❌ Bittere Niederlage im Spitzenspiel: Otter unterliegen auf dem Zeller Berg denkbar knapp

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Das Spitzenspiel der Regionsoberliga hielt, was es versprach – und noch ein bisschen mehr. Kampf, Emotionen, Führungswechsel sowie Freud und Leid lagen über 60 Minuten extrem nah beieinander. Vor 160 Zuschauern, die die kleine Halle auf dem Zeller Berg bis auf den letzten Platz füllten, boten sich die Männer des HC Pleißental und der BSG Wismut Aue einen intensiven Schlagabtausch, der dieser würdigen Kulisse in jeder Phase gerecht wurde.

⏳ Schwieriger Beginn und verdiente Auer Pausenführung

Die erste Halbzeit verlief insgesamt nicht nach den Vorstellungen der Pleißentaler Otter. Zu einfach kassierte man Gegentore über die gefährlichen Auer Torschützen Martin Herholz und Mathis Krauß, während man im eigenen Angriff durch einfache Ballverluste und ausgelassene Chancen immer wieder den Anschluss verpasste. Die Gastgeber nutzten diese Unsicherheiten konsequent und setzten sich früh ab. Die 16:12-Halbzeitführung für Aue ging in dieser Höhe absolut in Ordnung – eine Vorentscheidung war sie jedoch keinesfalls.

⚖️ Kein einzelner Knackpunkt – die Summe der Fehler entscheidet

Über die gesamte Spielzeit hinweg lieferten sich beide Mannschaften einen offenen Kampf auf Augenhöhe. Einen klaren spielentscheidenden Moment gab es dabei nicht. Vielmehr war es die Summe kleiner Fehler auf beiden Seiten, die den Spielverlauf prägte. Technische Unsauberkeiten, überhastete Entscheidungen und kleine Abstimmungsprobleme schlichen sich hüben wie drüben ein – auf diesem Niveau oft der schmale Grat zwischen Sieg und Niederlage.

⏱️ Dramatische Schlussminuten kosten den Punktgewinn

Als die Otter in der 58. Spielminute mit 24:26 in Führung lagen, schien zumindest ein Punktgewinn greifbar nahe. Doch ausgerechnet in der entscheidenden Phase fehlten Cleverness und Ruhe. Zwei überhastete Ballverluste sowie eine Zeitstrafe gegen die Gäste ermöglichten den Auern drei Treffer in den letzten beiden Spielminuten. Der entscheidende Treffer fiel dabei drei Sekunden vor dem Ende – ein bitteres Ende für die Otter, die sich mit etwas mehr Spielkontrolle zumindest einen Punkt verdient hätten.

🛡️ Defensiv deutlich stabiler nach der Pause

Positiv hervorzuheben war die deutliche Steigerung der Abwehrarbeit in der zweiten Halbzeit. Vor allem auf der halbrechten Abwehrseite funktionierte der Defensivverbund deutlich besser. Martin Herholz, der in der ersten Hälfte noch vier Treffer erzielen konnte, kam nach dem Seitenwechsel nur noch zu zwei Toren – ein klares Zeichen für die taktischen Anpassungen der Otter.

🧤 Torhüterduell mit unterschiedlicher Wirkung

Ein rabenschwarzer Start erwischte Torhüter Maximilian Kropp, der zu Beginn der Partie ohne Parade blieb. Nach seiner Auswechslung übernahm Philip Leschak Verantwortung und steigerte sich spürbar. Während er in der ersten Halbzeit zwei von acht Würfen parieren konnte, zeigte er nach der Pause eine starke Leistung mit sechs Paraden aus 17 Würfen – inklusive eines gehaltenen Siebenmeters. Auf der Gegenseite erwies sich Aues Keeper Steffen Schüller als stabiler Rückhalt und hielt seine Mannschaft mit mehreren wichtigen Paraden im Spiel.

🔥 Mentalität erneut ein Faustpfand der Otter

Gerade nach der schwierigen ersten Halbzeit zeigte sich einmal mehr die mentale Stärke der Pleißentaler. Anstatt sich dem Rückstand zu ergeben, warfen die Otter alles in die Waagschale. Ein Zwischensprint brachte sie zurück ins Spiel und hielt die Partie bis zur letzten Sekunde offen – ein Beleg für die starke Moral dieser Mannschaft.

💪 Physis und mentale Stabilität als Schlüssel

In engen Spitzenspielen wie diesem sind Physis und mentale Stabilität entscheidende Faktoren. Während man im Hinspiel noch aus der vollen Vorbereitungsphase kam, ist die Situation nach den Weihnachtsfeiertagen eine andere. Die Otter hielten sich individuell fit und starteten erst am 7. Januar wieder ins Mannschaftstraining – eine Herausforderung, die sie insgesamt gut annahmen.

📊 Enges Titelrennen spitzt sich weiter zu

Durch die Niederlage rücken die Titelanwärter wieder enger zusammen. Die Otter bleiben mit 18:6 Punkten und +54 Toren Tabellenführer. Dahinter lauern der ZHC Grubenlampe (17:7 Punkte), die BSG Wismut Aue (16:6 Punkte, mit Nachholspiel) sowie der HV Grüna (16:8 Punkte). Das Meisterschaftsrennen ist damit wieder völlig offen und verspricht eine hochspannende Rückrunde.

🔄 Blick nach vorn: sofortige Reaktion gefordert

Die Mannschaft weiß, dass sie mit der Mentalität und dem Spielwitz aus der zweiten Halbzeit über 60 Minuten in jeder Partie bestehen kann. Genau daran soll in den kommenden Trainingseinheiten angeknüpft werden, während gleichzeitig an individuellen Baustellen gearbeitet wird. Bereits am 17.01. bietet das Heimspiel im Otterbau gegen den TSV Einheit Claußnitz die Chance, diese bittere Niederlage schnell abzuhaken und zurück auf die Siegerstraße zu finden. Denn eines ist klar: Verloren ist in dieser Liga noch gar nichts – es ist lediglich wieder ein Stück spannender geworden.

Für die Otter spielten:

Im Tor:
Maximilian Kropp – 0 Paraden
Philip Leschak – 8 Paraden (1/2 7m)

Auf dem Feld:
Büttner (5), Hahn (2), Berkmann (2), Popp, Kretzschmar (10 – 3/3 7m), Möckel (3), Pflug, Nowak, Starke (1), Kreß, Langnickel, Adamczewski (2), Gottwald (1 – 0/1 7m), Mai