Seit der Gründung des HC Pleißental im Jahr 2022 ist Max Teil unseres Weges – auf und neben dem Spielfeld.
🔵 Der Anfang einer langen Reise
Ich habe mit 10 Jahren beim SV Sachsen 90 Werdau meine ersten Schritte im Handball gemacht – und hätte niemals gedacht, dass ich meine Laufbahn einmal genau hier in der Region beenden werde, in der alles begann.
Was damals als einfacher Einstieg in den Sport begann, entwickelte sich über die Jahre zu einer echten Leidenschaft. Über 22 Jahre hinweg hat mich der Handball begleitet, geprägt und in vielen Bereichen meines Lebens geformt.
Der Weg führte mich vom Nachwuchs in Werdau in das Leistungszentrum des EHV Aue, wo ich erstmals intensiv mit dem Leistungssport in Berührung kam. Doch mit Beginn der Ausbildung wurde schnell klar, dass sich dieser Weg nicht dauerhaft mit dem Berufsleben vereinbaren lässt.
Also ging es zurück in den Amateurbereich – über Stationen wie den VfB Lengenfeld und den HC Fraureuth bis hin zum HC Glauchau/Meerane. Dort durfte ich sowohl in der Verbandsliga als auch später in der Mitteldeutschen Oberliga wertvolle Erfahrungen sammeln.
Der nächste Schritt führte mich zum ZHC Grubenlampe, wo wir über mehrere Jahre hinweg trotz schwieriger Umstände – insbesondere während der Corona-Zeit – konstant auf hohem Niveau gespielt und mehrfach den Landskron Pokal gewonnen haben.
Wenn ich heute zurückblicke, sehe ich nicht nur Stationen oder Ligen – sondern vor allem Menschen, Erfahrungen und einen Weg, der mich genau dorthin geführt hat, wo ich heute stehe.
Und am Ende dieses Weges stand die wohl wichtigste Entscheidung:
👉 Die Gründung des Handballclub Pleißental e.V.
🏟️ Was wir gemeinsam aufgebaut haben
Am 16.11.2022 entstand der HC Pleißental – aus einer Idee, aus Überzeugung und aus dem Wunsch heraus, etwas Eigenes aufzubauen.
Was seitdem passiert ist, lässt sich nur schwer in Worte fassen.
Mein emotionalster Moment wird für immer unser erstes Heimspiel am 03.09.2023 bleiben.
Eine bis auf den letzten Platz gefüllte Halle. Menschen, die wir nicht mehr hineinlassen konnten, weil es schlichtweg zu voll war. Eine Atmosphäre, die ich in meiner gesamten Laufbahn so noch nie erlebt habe.
Ich war vor keinem Spiel in meinem Leben nervöser als vor diesem gegen den SV Sachsen 90 Werdau 2 in der Kreisliga Vogtland.
Ein weiteres Highlight bleibt das Pokalfinale in Fraureuth vor über 700 Zuschauern – ein Spiel, das wir mit einem Tor für uns entscheiden konnten. Ein Moment, der zeigt, was möglich ist, wenn alles zusammenkommt.
Und dann sind da noch die vielen kleinen, aber besonderen Momente:
– Fans, die Banner ausrollen und Fahnen schwenken.
– Die Unterstützung von den Rängen, die uns durch jedes Spiel trägt.
– Die Übertragung unseres Heimspiels durch MDR „Sport im Osten“.
– Oder die gemeinsame Rückfahrt im Fanbus nach dem Pokalsieg in Zwönitz.
👉 Genau das macht diesen Verein aus.
Der HC Pleißental ist für mich nicht nur ein Club – er ist eine Herzensangelegenheit, in die ich all meine Energie investiere, um ihn Stück für Stück weiterzuentwickeln.
⚖️ Die Entscheidung
Und genau deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, einen Schritt zurückzutreten.
Ich werde meine aktive Spielerkarriere beenden.
Nicht, weil ich muss – sondern weil der Verein mittlerweile eine Entwicklung genommen hat, die mehr verlangt als nur Einsatz auf dem Spielfeld.
Mit aktuell 88 Mitgliedern, mehreren Mannschaften und einem stetig wachsenden Nachwuchsbereich stehen wir vor neuen Herausforderungen.
Organisation, Struktur und nachhaltige Entwicklung rücken immer stärker in den Fokus.
Mir war wichtig, diesen Schritt bewusst zu gehen – zu einem Zeitpunkt, an dem ich dem Verein an anderer Stelle mehr geben kann als auf der Platte.
Ganz loslassen werde ich den Handball natürlich nicht.
Das ein oder andere Training werde ich sicher noch begleiten – aber meine Rolle wird sich verändern.
🚀 Der Blick nach vorn
Mein Weg führt mich nicht weg vom HC Pleißental – sondern noch tiefer hinein.
Der Fokus liegt künftig klar auf dem Nachwuchsbereich.
Mit der geplanten Ausbildung zum zertifizierten DHB-Nachwuchstrainer möchte ich auch fachlich den nächsten Schritt gehen und eine nachhaltige Grundlage für die Arbeit mit unseren jungen Spielern schaffen.
Ab der kommenden Saison werden wir mit mehreren Jugendmannschaften an den Start gehen – von den Minis über die E-Jugend bis hin zur C-Jugend. Letztere werde ich gemeinsam mit Magnus Mittag betreuen.
Die Entwicklung geht aber noch weiter:
Mit dem aktuellen Zulauf ist es nur eine Frage der Zeit, bis wir uns noch breiter aufstellen und perspektivisch auch den Schritt in höhere Spielklassen – bis hin zur sächsischen Regionalliga – ins Auge fassen können.
Parallel dazu wird das Thema Sponsoring eine entscheidende Rolle spielen.
Die steigenden Anforderungen im Männer- und Nachwuchsbereich machen es notwendig, den Verein finanziell breiter aufzustellen.
Unser Ziel ist klar:
👉 Der HC Pleißental soll nicht nur ein Sportverein sein, sondern eine starke Marke in der Region.
👉 Ein Verein, der sportlich überzeugt und gleichzeitig als Erlebnis wahrgenommen wird.
👉 Eine Halle, die Woche für Woche an ihre Kapazitätsgrenzen kommt.
🔥 Ein letztes Mal
Bevor dieses neue Kapitel beginnt, steht noch ein Moment bevor, der für mich alles bedeutet.
Diesen Samstag werde ich ein letztes Mal im Otterbau auf dem Feld stehen.
Mit der Chance auf die dritte Meisterschaft und den dritten Aufstieg in Folge – ein Erfolg, den sich diese Mannschaft über die letzten Jahre mehr als verdient hat.
Und mit einem weiteren großen Ziel vor Augen:
Das Pokalfinale am 01.05. gegen die BSG Wismut Aue.
Gerade nach dem verlorenen Rückspiel im Januar gibt es dort noch etwas zu erledigen.
🙌 Was jetzt zählt
Was ich mir für diesen Samstag wünsche, ist eigentlich ganz einfach:
Eine volle Halle.
Eine Atmosphäre, die jeden einzelnen im Verein erreicht – egal ob auf dem Feld, auf der Bank oder im Hintergrund.
Denn genau das macht den HC Pleißental aus:
Zusammenhalt, Leidenschaft und die gemeinsame Begeisterung für diesen Sport.
Lasst uns diesen Moment gemeinsam erleben.
Für die Mannschaft.
Für den Verein.
Und für alles, was wir in den letzten Jahren aufgebaut haben.
Euer Maximilian Kropp 👋🏻
